Zukunft der Banken

4. Zurückblicken, um in die Zukunft zu gehen

Die Bankengeschichte ist eine Erfolgsgeschichte. Es lohnt sich nachzuverfolgen, wie das Bankenwesen entstand, sich verbreitete, sich wandelte und — ganz besonders — wie sich die einzelnen Bankengruppen entwickelten. Diese sind alle aus einem bestimmten Grund entstanden. Sich auf diesen ursprünglichen Existenzgrund zu besinnen, könnte einigen Instituten helfen, eine geeignete Strategie zu entwickeln. Denn jedes Unternehmen muss einen Zweck erfüllen, damit es langfristig bestehen kann.


Die Gruppe der Landesbanken verhält sich in weiten Teilen so, als wäre sie von den Problemen der Branche nicht betroffen, das heißt, sie geht ihrem Geschäft nach wie bisher. Generell sind die meisten Landesbanken geprägt von einem alten Personalkörper. Entscheidungen sind sehr langwierig und werden häufig durch den Einkauf beschlossen, sodass nicht die innovativsten und für die Zukunft wichtigsten Ideen gewinnen.


4.1. Was Banken aus ihrer Geschichte lernen können

Die Geschichte des Bankwesens beginnt in Italien. Nachdem sich Venedig im 11 Jh. von der muslimischen Besatzung befreit hatte, wurde es zum Dreh- und Angelpunkt der europäischen Handelsbeziehungen mit
dem Nahen Osten.

Zu dieser Zeit mussten Kaufleute Silbermünzen, die als Tauschmittel benutzt wurden, mit auf ihre teils langen Reisen nehmen. Dies führte hauptsächlich zu zwei Problemen:

  • Der Transport war umständlich und die Münzen vor Dieben nur schwer zu schützen.
  • Es kamen vermehrt gefälschte Silbermünzen in den Umlauf, die einen Vertrauensverlust bei Käufern und Verkäufern zur Folge hatten.

 

Grundlage des Artikels: „Schlüsselereignisse der deutschen Bankgeschichte“, Franz Steiner Verlag 2013, herausgegeben im Auftrag des wissenschaftlichen Beirats des Instituts für bankhistorische Forschung e.V. von Dieter Lindenlaub, Carsten Burhop und Joachim Scholtyseck

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4.2. Machtverschiebungen

In den letzten 20 Jahren haben Banken ihre Veränderungskompetenz verloren. Diese Fähigkeit war früher vor allem in den Org-/IT-Bereichen und Personalabteilungen angesiedelt und verschwand, als beide Mitte der 90er Jahre ihre einst mächtigen Positionen an andere Bereiche abgaben.

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4.3. In der organisatorischen Steinzeit

Warum ist es für Banken und Sparkassen so eine große Herausforderung, in die Zukunft zu kommen?  Weil sie noch nicht einmal in der Gegenwart angekommen sind — zumindest, wenn man ihre Organisationsformen betrachtet.

Es gibt verschiedene Arbeits- und Organisationsmodelle, die sich, beeinflusst durch gesellschaftliche Veränderungen, im Laufe der Zeit entwickelt haben. So haben beispielsweise Arbeitnehmer — besonders die jüngeren Generationen — heute andere Ansprüche an Unternehmen als noch vor 20 Jahren. In den letzten zwei Jahren sind vor allem die innovativen Industrien auf diesem Gebiet neue Wege gegangen und haben die Hierarchien innerhalb ihrer Unternehmen aufgebrochen.

Neben den neuen Organisationsformen existieren derzeit noch sehr alte. Unternehmen wechseln je nach Branche schneller oder langsamer in die nächste Entwicklungsstufe. Banken und Sparkassen befinden sich noch in den alten Organisationsformen, deren Merkmale und Gepflogenheiten sie an schnellem Wandel hindern.

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