Zukunft der Banken

5.4. Transparenz als entscheidender Faktor

Die letzten 25 Jahre waren rosige Zeiten für die Bankenbranche. Aus dem klassischen Geschäftsmodell und hohen Zinsen ließen sich starke Erträge erzielen. Transparenz war nicht nötig und in einigen Punkten sogar unerwünscht. Es war unproblematisch, hohe Kosten tragen zu müssen und Personalstrukturen zu haben, die nicht effizient oder notwendig sind.


Im Bereich Transparenz gibt es wenige Institute, die mit dem Niveau der Industrie mithalten können. Diese haben meist ein Management, das das Thema vorantreibt, arbeiten mit einem industrienahen SAP-System oder sind die Bank für einen Industriekonzern.

Von diesen Ausnahmen abgesehen, ist es Banken und Sparkassen noch nicht gelungen, ihre Prozesse transparent zu machen und zu optimieren.

Der Hauptgrund dafür ist der fehlende externe Druck. Ein Blick in andere Branchen zeigt, dass dieses Thema meist erst in Notfällen oder Krisen angegangen wird.

Auch das Wissen über Möglichkeiten, die in der Industrie schon seit Längerem genutzt werden, fehlt in Banken und Sparkassen, weil sich Akademien, Rechenzentren und Verbände zu wenig mit anderen Branchen austauschen. Dadurch verlieren sie den Anschluss und haben Organisations- oder IT-Trends nicht im Blick.

Transparenz ist in der jetzigen angespannten Situation eine absolute Notwendigkeit — und doch widmen sich
die wenigsten dieser Aufgabe.

Das ist einerseits schwer nachvollziehbar angesichts der Herausforderungen, denen sich ein Großteil der Institute stellen muss. Andererseits ist es verständlich, da weder das nötige Know-how noch das Personal vorhanden ist. 

Um die Industrie auf diesem Gebiet einzuholen, hat die Bankenbranche noch einen langen Weg vor sich. Ohne ein erfolgsversprechendes Geschäftsmodell wird allerdings kein Mitarbeiter ausreichend motiviert sein, unter Hochdruck die anfallenden Zusatzaufgaben zu erledigen. Zunächst muss zumindest eine Vision existieren, an die die Belegschaft glaubt. Um diese dann umzusetzen, wird absolute Transparenz über Kosten und Prozesse benötigt. Nur so wird deutlich, was ein Institut ändern muss, um mit seinem Geschäftsmodell bereit für die Zukunft zu sein.


Innovation

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