Zukunft der Banken

5.13. Gut ausgebildetes Personal — ein wichtiges Asset

Personalkörper sind in historisch gewachsenen Banken in vielen Fällen stark überaltert. Das ist nicht überraschend, da in den letzten 15 Jahren Personal abgebaut wurde.


Junge Mitarbeiter wurden größtenteils nur in den Filialen und Kunden-Service-Centern eingestellt oder haben die Institute verlassen, weil ihre Tätigkeit nicht erfüllend war.

Davon abgesehen wird das Personal zu hoch entlohnt. Im Vergleich zu ähnlichen Aufgaben in Unternehmen der freien Wirtschaft werden einfache Sachbearbeitungsaufgaben in der Bankenwelt deutlich besser bezahlt. Aber auch hier gibt es große Unterschiede: In der Analyse hat sich beispielsweise gezeigt, dass die Sparkassen viel höhere Gehälter zahlen als Volksbanken.

Nur wenige Banken und Sparkassen betreiben strategische Personalentwicklung.

Dieser Umstand liegt wahrscheinlich darin begründet, dass die meisten ihrer Personalleiter aus dem juristischen und nicht aus dem Personalentwicklungsbereich stammen. Diejenigen, die die entsprechende Qualifizierung hatten, haben die Branche bereits vor einiger Zeit verlassen, weil sie ihre Tätigkeit nicht vollständig durchführen konnten oder durften. Personalentwicklung bedeutete oft nur, Seminare zu buchen und eher verwaltend zu handeln. Während sie Auszubildenden, Trainees und dual Studierenden wertvolle Lehr- und Einstiegsmöglichkeiten boten, haben die Institute gleichzeitig andere Mitarbeiter, insbesondere die Spezialisten in den Bereichen Revision, Personal, Marketing, ORG/IT usw. nicht adäquat ausgebildet. 

Motiviertes und gut ausgebildetes Personal ist aber eines der wichtigsten Assets einer Bank. In einer Krise braucht es eine durchdachte, strategische Personalentwicklung, die zum neuen Geschäftsmodell passt. So kann das bestehende Personal gezielt geschult werden, damit es gemeinsam mit dem Institut in die Zukunft gehen kann. Dafür ist vor allem aber auch Transparenz nötig. Viele Banken und Sparkassen ahnen gar nicht, wie gut ausgebildete Mitarbeiter sie haben, deren Wissen nicht genutzt wird. Denn der Personalabteilung ist oft nicht bekannt, über welche Fähigkeiten und Kenntnisse die einzelnen Mitarbeiter verfügen.

Für Institute ist es ratsam, ihre Personalabteilung auf strategische Personalentwicklung auszurichten.
Die verwaltenden Aufgaben entfallen natürlich nicht, sollten aber weitaus weniger Aufmerksamkeit
beanspruchen. Personaler müssen für diesen Schritt neue Fähigkeiten und Kenntnisse vermittelt bekommen. Es ist wichtig, dass sie ein Gespür für die Ansprüche von jungen Mitarbeitern bekommen und in der Lage sind, genügend qualifizierte Bewerber zu finden. Denn der Konkurrenzkampf um diese Gruppe ist in Deutschland
stark angestiegen.


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