Zukunft der Banken

5.11. Das Quasimonopol der Kernbanksysteme

In Deutschland haben Fiducia & GAD IT AG und die Finanz Informatik GmbH & Co. KG ein Quasimonopol für Kernbanksysteme. Beide werden von Gremien und Verbänden gelenkt oder steuern sich selbst.


Die einzelnen Banken und Sparkassen können nur geringen Einfluss ausüben und müssen somit darauf vertrauen, dass die Rechenzentren die richtigen Entscheidungen für die Zukunft treffen.

Um diese vorgegebenen Strukturen zu umgehen, haben Institute unterschiedliche Wege gewählt. Einige Banken verwenden SAP-Systeme, die mit hohen Kosten und regelmäßigen Releasewechseln verbunden sind. Grundsätzlich ist SAP allerdings gut geeignet und durch die Industrienähe moderner als die Systeme der Bankenbranche. Mit eigener IT arbeiten nur sehr wenige Institute. Ein Großteil von ihnen plant zurzeit den Umstieg auf ein neues Kernbanksystem, um Kosten und Zeit für die regulatorische Nachpflege zu sparen. Der Rest entwickelt seine eigene Software kontinuierlich weiter und versteht diese als Vorteil, der professionelles, effizientes Vorgehen innerhalb des Instituts ermöglicht.

Neben den großen Akteuren existieren derzeit lediglich Reste von Kernbanksystemen mit nur noch wenigen Kunden in Deutschland.

Es gibt jedoch eine Ausnahme: Avaloq ist als einziger Anbieter aktiv neu in den deutschen Markt eingestiegen. Das Schweizer Kernbanksystem betreut mittlerweile einige Banken, wie beispielsweise die Quirin Privatbank, die İşbank oder die apoBank. Die moderne Software hebt sich positiv vom deutschen Markt ab und ist eine
vielversprechende Alternative.


IT in deutschen Banken

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