Zukunft der Banken

2.1. Kennzahlen

Um diese Fragen zu beantworten, haben wir sechs Kennzahlen bestimmt, die den aktuellen Zustand eines Instituts widerspiegeln. Die ersten drei sind die wesentlichen Größen.


Eigenkapitalquote

Diese Kennzahl bildet das Verhältnis des bilanziellen Eigenkapitals zur Bilanzsumme ab. Sie zeigt, wie viele Rücklagen eine Bank oder Sparkasse in der Vergangenheit bilden konnte und in welchem Umfang sie somit Risiken abfangen kann. Je mehr Eigenkapital vorhanden ist, desto besser kann ein Institut Ausfälle ausgleichen. Zudem ist diese Kennzahl auch in Bezug auf die Regulatorik relevant, da die Bankenaufsicht für bestimmte Geschäftstätigkeiten höhere Eigenkapitalquoten fordert.


Bilanzsummenrentabilität

Banken werden im Gegensatz zu Unternehmen normalerweise nach ihrer Bilanzsumme gewichtet. Jedoch fällt diese meist umso höher aus, desto größer ein Institut ist. Die Bilanzsummenrentabilität gibt nun Aufschluss darüber, wie viel Ertrag eine Bank mit ihrer Bilanzsumme erwirtschaftet hat. Sie ist also unabhängig von der Höhe der Bilanzsumme und ermöglicht, kleine und große Banken miteinander zu vergleichen.


Cost-Income-Ratio

Am Verhältnis von Kosten und Erträgen lässt sich ableiten, wie viele Kosten auf einen Euro Ertrag entfallen.
Die Cost-Income-Ratio einer Bank verrät also, wie gut diese mit ihren Erträgen haushaltet und ob sie über schlanke Kostenstrukturen verfügt.

Je geringer diese Kennzahl ausfällt, desto besser kann ein Institut mit einem Rückgang der Erträge umgehen und umso profitabler ist es.

Eränzend haben wir drei weitere Kennzahlen definiert: Eigenkapitalstärkung, Ertrag pro Mitarbeiter und operatives Ergebnis pro Mitarbeiter.


Eigenkapitalstärkung

Diese Zahl gibt an, wie hoch der prozentuale Zuwachs des Eigenkapitals im letzten Jahr war, ohne Berücksichtigung von Erträgen durch Auflösung stiller Reserven. Dieser Wert ist interessant, wenn eine Bank beispielsweise vor etlichen Jahren eine kostspielige Fehlentscheidung getroffen hat, nun aber wieder optimal aufgestellt ist und ihr Eigenkapital kontinuierlich stärkt. Dieses Institut ist aus unternehmerischer Sicht unter Umständen attraktiver als eines, das an sich nicht gut aufgestellt ist, aber noch sehr gut durch vergangene Erfolge existieren kann.


Ertrag pro Mitarbeiter

Der Personalkörper lässt sich sowohl hinsichtlich seiner Stärken als auch seiner Kosten nicht flexibel verändern. Diese Kennzahl betrachtet deswegen, wie viel Ertrag pro Mitarbeiter erwirtschaftet wird. So lässt sich abschätzen, wie wirksam der Personalkörper arbeitet, und somit auch, wie aufwändig mögliche Änderungen wären.


Operatives Ergebnis pro Mitarbeiter

Diese Größe erweitert die vorherige Kennzahl um den Aspekt Kosten und gibt an, wie hoch das operative Ergebnis pro Mitarbeiter ist. Mit diesem Wert lässt sich ableiten, wie hoch die Ausgaben für das Personal einer Bank sind und wie sie mit ihren Kosten haushaltet.


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