Zukunft der Banken

6.1. Das Geheimnis erfolgreicher Banken

Mit Hilfe unserer Bankenanalyse konnten wir durch das Ranking feststellen, welche Institute gut aufgestellt sind und zu den Gewinnern der Branche zählen. Aber was machen diese Banken anders?

Es gibt einige traditionelle Thesen darüber, was Banken benötigen, um erfolgreich zu sein. Gleicht man diese mit unseren Ergebnissen ab, wird jedoch eines schnell ersichtlich: Sie lassen sich alle widerlegen.


Eine Bank ist erst ab einer bestimmten Größe erfolgreich.

In unserer Analyse haben wir Institute mit einer Bilanzsumme von über 10 Milliarden Euro betrachtet und kleinere, bei denen dieser Wert unterhalb 0,3 Milliarden Euro ausfällt. Diese Summen liegen weit voneinander entfernt. In unserem Ranking hingegen sind Banken beider Größenklassen nah beieinander im oberen Bereich platziert. Folglich können kleine Institute genauso erfolgreich sein wie große.


Um erfolgreich zu sein, bedarf es einer gewissen Anzahl an Mitarbeitern.

Diese These lässt sich ebenfalls mit den Instituten aus dem letzten Beispiel widerlegen. Denn die kleineren haben unter 100, die größeren mehr als 1 500 Mitarbeiter. Die Mitarbeiteranzahl ist also nicht zwingend entscheidend.


Mit Filialen kann eine Bank nicht ertragsstark sein.

Auch hier können wir verschiedene Banken unserer Analyse heranziehen. Diese haben ähnliche Bilanzsummen und Erträge und liegen in einer vergleichbaren Region. Jedoch unterscheiden sie sich in der Anzahl der Filialen in einer Größenordnung von bis zu 50 Prozent. In dieser Auswahl gehören Banken mit der größeren Anzahl an Filialen zu den bestplatzierten des oberen Rankingbereichs, während andere mit deutlich weniger Filialen im mittleren Drittel liegen.


Die Lage ist entscheidend.

In unserer Analyse haben wir verschiedene Beispiele für Banken, die sich im selben Geschäftsgebiet einer Region befinden, grundsätzlich ähnlich aufgestellt sind sowie über gleiche Zielgruppen und Leistungen verfügen. Jedoch sind einige im oberen Bereich des Rankings vertreten, andere wiederum im unteren mittleren Bereich. Daraus lässt sich schließen, dass nicht die Lage ausschlaggebend ist, sondern eher, wie diese genutzt wird.


Land, Stadt und Strukturstärke sind wichtige Standortfaktoren.

Wir haben gezielt Institute in Städten, Flächen, strukturstarken und auch in strukturschwachen Gegenden gegenübergestellt: In allen Lagen gibt es Banken mit sehr guten, aber auch mit sehr schlechten Kennzahlen.


Die Bankengruppe ist ausschlaggebend.

Für jede Bankengruppe haben wir Institute sowohl mit hoher als auch mit niedriger Ertragskraft vorgefunden. Folglich ist auch dieser Aspekt kein Garant für Erfolg oder Misserfolg.


Der entscheidende Erfolgsfaktor für Banken und Sparkassen

Aus unserer Analyse lässt sich also klar ableiten, dass Faktoren wie Größe, Geschäftsgebiet, Anzahl der Filialen und Mitarbeiter oder die Bankengruppe nicht als Grund für die schlechte oder gute Situation einer Bank
gelten können.

„Banken müssen unternehmerisch Denken.“Woran liegt es dann aber, dass einige trotz der aktuell schwierigen Lage der Branche florieren? Aus unserer Sicht gibt es dafür eine klare Schlussfolgerung: an ihrem Management. Banken und Sparkassen können unabhängig von ihren Ausgangssituationen erfolgreich sein, wenn sie einen Weg finden, diese bestmöglich zu nutzen. Das ist der entscheidende Faktor. Institute sollten nicht nur darauf achten, dass das Eigenkapital, die Bilanzsummenrentabilität sowie der Pro-Kopf-Ertrag hoch und die Kosten niedrig bleiben, sondern auch darauf, dass sie über eine geeignete Strategie verfügen und diese konsequent umsetzen.

Vorstände müssen somit zu Unternehmern werden, um ihre Bank in die Zukunft zu führen.


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